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UMWELT
Der Gütertransport beeinflusst die Umwelt auf unterschiedliche Art und Weise. EcoTransIT World bezieht verschiedene Faktoren in seine Berechnung ein, um eine ausgewogene Analyse zu erstellen. Neben der Standardparameter PEC, CO2 oder CO2-Äquivalente beinhaltet die Rechnung weitere Parameter, die eine wichtige Rolle in Bezug auf die Umweltbelastung beim Gütertransport spielen.
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Berücksichtigte ökologische Auswirkungen

Der Transport von Gütern hat diverse Arten von Auswirkungen auf die Umwelt. Einige Kategorien, die in diesem Zusammenhang genannt werden müssen, sind Ressourcenverbrauch, Landverbrauch, Treibhauseffekt, Schädigung der Ozonschicht, Übersäuerung, Überdüngung von Gewässern, Öko- und Humantoxizität (toxische Effekte auf Ökosysteme oder Menschen), Sommersmog und Lärm. Während sich viele Systeme zur Berechnung der Umweltbilanz auf das Treibhausgas CO2 konzentrieren, berücksichtigt EcoTransIT auch andere, die oft eine Vorstufe von Ozon und Sommersmog erzeugen. Da die Ressourcen begrenzt sind, zieht EcoTransIT auch den Energieverbrauch in seine Berechnungen mit ein. Während die Kategorien Landverbrauch und Lärm nicht berücksichtigt werden, konzentriert sich EcoTransIT auf wenige aber wichtige Faktoren.

Die folgende Tabelle enthält eine Zusammenfassung der ökologischen Auswirkungen jener Umweltschadstoffe und Faktoren, die in die Berechnung durch EcoTransIT einfließen.

Abk. Umweltparameter Ökologische Auswirkungen
PEC Primärer Energieverbrauch Hauptindikator für Ressourcen-Verbrauch
CO2 Kohlendioxidemissionen Hauptindikator für den Treibhauseffekt
CO2e Treibhausgase als CO2-Äquivalent. CO2e wird folgendermaßen berechnet (gewichtsbezogen):
CO2e = CO2 + 25*CH4+298*N2O
Für Flugzeige kann der zusätzliche Einfluss für Langstreckenflüge in die Berechnung einbezogen werden (basierend auf dem RFI-Faktor)
Treibhauseffekt
NOX Stickoxidemissionen Eutrophierung, Smog, Ökotoxizität, Humantoxizität
NMHC Nichtmethankohlenwasserstoffe Humantoxizität, Smog
SO2 Schwefeldioxidemissionen Übersäuerung, Ökotoxizität, Humantoxizität
PM10 Staubemissionen infolge der Fahrzeuge sowie der Energieproduktion und deren -bereitstellung (Kraftwerke, Raffinerien, Kraftstofftransport per Seeschiff...). Humantoxizität, Smog

Der primäre Energieverbrauch ist der Schlüsselfaktor für den Verbrauch von Energieressourcen. Er beinhaltet nicht nur den direkten Energieverbrauch durch das Fahrzeug, sondern auch die Prozesse zur Erzeugung und Verteilung der schließlich verbrauchten Energie. Dies ist der einzige Weg, eine echte Basis für Vergleiche zwischen den verschiedenen Transportmitteln mit unterschiedlichen Formen der Energiezufuhr und des Energieverbrauchs zu schaffen (z. B. Diesel- oder Elektroantrieb). Bei der Schätzung ebenfalls berücksichtigt wird der spezifische Charakter kombinierter Energieressourcen für jedes im System enthaltene Land.

Kohlendioxid ist das weltweit dominierende Treibhausgas. Der Güterverkehr ist der einzige Sektor in der EU, in dem die CO2-Emissionen in den letzten Jahren angestiegen sind. Kohlendioxid ist auch in Bezug auf das emittierte Volumen und die Schädlichkeit für Menschen und Umwelt das Haupttreibhausgas. Es dient als Bezugspunkt bei der Berechnung von Auswirkungen und der Formulierung von Ergebnissen.

Stickoxide (NOx) tragen hauptsächlich zur Überdüngung von Boden und Grundwasser bei. Dieser als Eutrophierung bezeichnete Verfallsprozess beschleunigt das Umkippen von Gewässern. Zudem sind NOx-Emissionen teilweise verantwortlich für die Ozonbildung in den unteren Luftschichten der Erdatmosphäre und somit für den Sommersmog.

Schwefeldioxid ist die Hauptursache für das Waldsterben und die Übersäuerung von Boden und Grundwasser. Schwefeldioxid kann auch zu Atemwegserkrankungen führen.

Kohlenwasserstoffe werden in Methan und Nichtmethankohlenwasserstoffe (NMKW) aufgespalten. Methan ist im Transportsektor ein Treibhausgas von minderer Bedeutung. Es kann daher bei der Berechnung der ökologischen Auswirkungen des Güterverkehrs vernachlässigt werden. Die kombinierten Effekte von Nichtmethankohlenwasserstoffen und Stickoxiden tragen zur Bildung von Ozon in der Stratosphäre bei und sind für Smog verantwortlich.

Staubemissionen sind eine ernste Gefahr für die Gesundheit. Feinstäube, die bei der Verbrennung von Diesel entstehen, werden heutzutage als Krebsrisiko für Menschen angesehen. Sie bilden die Hauptkomponenten der Gesamtstaubemissionen von Dieselfahrzeugen. Die Staubemissionen von elektrisch angetriebenen Fahrzeugen entstehen hingegen zur Gänze bei der Energieerzeugung und -verteilung. Während diese Staubemissionen in großer Höhe (zum Beispiel durch Kraftwerksschornsteine) emittiert werden, ist der Weg der Dieselrußpartikel vom Emissionsort zum einatmenden Menschen sehr viel kürzer.

GÜTERVERKEHR
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METHODIK
Basis
Wissenschaftlich fundiert
Die Methodik von EcoTransIT World wird regelmässig von ifeu Heidelberg, INFRAS Bern und IVE mbH Hannover aktualisiert und an neuste wissenschaftliche Erkenntnisse sowie weiter gehende Anforderungen (z.B. EN 16258)...